Chillbert ist zurück!
Meine geChillten Freunde,
eine ganze Weile, ja fast schon eine –zumindest gefühlte- Ewigkeit ist es her, seit ich euch das letzte Mal von meinem geliebten Chill erzählte. Ohne in Erklärungen für diese informationslose Zeit abzuschweifen, möchte ich sagen, dass ich einige Zeit brauchte um die Fülle von Ereignissen der letzten Wochen aufzuarbeiten. Trauriges ist geschehen, lustiges und wunderbares, unfassbares und für alle Zeit prägendes. Jetzt bin ich wieder bei euch und auch wenn ich nie wirklich weg war, ist es Zeit geworden aus meinem Weidling weitere Geschichten aus der Welt des Chill am Rhy zu erzählen:
Als ich am heutigen Donnerstag erwachte, begrüsste mich erfreulicherweise die Sonne -ganz so als wäre es die selbstverständlichste Sache der Welt. Doch zu unser aller Trübsal war dies nicht immer so in dieser Chill Saison. Aber der Chill wäre nicht der Chill, wenn wir nicht trotzdem unseren Spass gehabt hätten und so besuchten auch bei schlechterem Wetter viele Freunde unsere Oase am Rhyufer und genossen das stimmungsvolles Ambiente. In Gummistiefeln und bekleidet mit einem auf Taille geschneiderten „Bebbisack“, liess sich auch unserer Nora die Laune nicht verderben und kam fleissig Ihrer Aufgabe am Chill nach.
Unsere Daycrew veranstaltete tagsüber Bierfass Wettrennen und Karell und Madis stellte dabei in 3,6 Sekunden für 24 Tritte die Treppen von der Münsterfähre hoch, beladen mit 65 Kg, einen neuen Rekord auf. Apropos Daycrew: unsere estnischen Freunde Marten, Karrel und Madis haben uns inzwischen wieder in Richtung Tallin verlassen und auf dem Weg dahin noch unsere Kulturelle Partnerstadt im Geiste Berlin besucht. Marten liess es sich jedoch nicht nehmen, zuvor noch unser „Kultur am Chill“ Programm mit einem unplugged Konzert zu eröffnen.
Chill am Rhy – Kultur am Chill – Marten Kuningas (EST) from Chill AmRhy on Vimeo.
Auch wenn es „nur“ ein Abschied auf Zeit ist, vermissen wir alle diese drei ganz speziellen Menschen –Freunde für alle Zeit! Die Zeit kommt, in welcher ich mit meinem Weidling die weite Reise nach Tallin in Angriff nehme um noch mehr über die Kultur unserer östlichsten aller Chiller zu erfahren.
Nach Marten Kunningas kam der „Magic Chill“ auf unseren Platz und ich war in jeder Hinsicht verblüfft und etwas irritiert: stand ich doch mit weit aufgerissenen Augen staunend an der Seite von Magier Daniel Kalmann und seinen zauberhaften Freunden und sah wie Münzen verbogen wurden und Geldscheine schweben lernten.
Chill am Rhy – Kultur am Chill – Magic-Chill from Chill AmRhy on Vimeo.
Auch unsere Gäste schienen ihren Augen nicht zu trauen und man konnte fast meinen, dass Verblüffung durstig macht, denn an diesem einmaligen Abend wurde das ein oder andere Em Basler sy Bier getrunken…!
Zwischen all diesen Erlebnissen fand ich kaum noch Zeit mich in Ruhe in meinen Weidling zurück zu ziehen und so schwebte ich immer öfter an die andere Seite des Rheins um unserer (neu) in Violett erstrahlende Pfalzmauer zu bestaunen. So erging es mir auch am 31. Juli als mein geliebter Chill -zum Bersten voll- all meinen Freunden Herberge bot. Zuerst konnten wir gemeinsam das Feuerwerk unserer Nachbarn vom Fischerverein Basel bestaunen und danach kam das offizielle der Stadt Basel: von zwei Rheinschiffen aus malten die Pyrotechniker 25 Minuten lang ein farbenprächtiges Schauspiel in den Himmel und ich war den Tränen nahe, so sehr berührte mich die Farb- und Lichterpracht unten auf meinem Chill und oben in meinem Himmel. Am gleichen Abend beherbergten wir auch noch eine Hochzeit und ich wünsche dem Brautpaar alles geCHILLte für alle Zeit!
Unsere Barmaid Arabella regulierte die allfälligen Eiweiss Verluste durch ein selbstgemachtes Sushi Buffet und dafür gebührt ihr unser aller Hochachtung –es war phantastisch! Mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnte uns Chiller dann auch in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch Fährimaa Dani, in dem er eine Paella der Spitzenklasse kredenzte.
In unserem Kulturprogramm ging es dann am Montag dieser Woche weiter mit dem Baselbieter Singer/Songwriter Flavian, welcher ein herzzerreissendes unplugged Konzert gab das noch lange in meiner Seele zu finden sein wird; gespannt lauschend sass ich auf der Pfalzmauer und summte verträumt vor mich hin: „where are you now“.
Am Dienstag gab es dann richtig was auf die Ohren als Laurin Buser alle Gäste mit Poetry Slam in seinen Bann zog…ein Sprachtalent, wie ich es noch nicht gesehen habe! Selbst die Freestyle Zugabe (O-Ton Laurin: „ich kann nicht so viele Freestyles auswendig“) begeisterte die Menschenmenge vor unserem Konzerpodest. Begleitet wurde Laurin von Sascha Frischknecht, welcher mit seiner Gitarre auch unseren very special Guest am 22.August begleiten wird.
Zu später Stunde am heutigen Abend werde ich wieder in die Lüfte schweben um mich an der an die Mauer der Pfalz projizierten Videoinstallation von Lisa Böffgen, Andrea Iten und Max Spielmann zu erfreuen. Danach meine Freunde findet ihr mich nach aufregenden Wochen wieder einmal in meinen gemütlichen Weidling –träumend von meinem Chill!
Bis morgen meine Chiller, euer Chillbert