Heisse Tage – geChillte Nächte
Ave Freunde der Gelassenheit,
heute schreiben wir Donnerstag, den 23.Juli 2009 und ich möchte versuchen die vergangenen beiden Tage am Chill am Rhy 2009 an euch da draussen weiterzugeben.
Dienstagmorgen war ich schon sehr früh wach und sah den Basler Stadtpräsidenten Guy Morin über den Chill laufen und war näher bei im, als er je erfahren wird…idealerweise war aber unsere Daycrew unter Anleitung von Dome schon längst dabei den Chill wieder auf Hochglanz zu polieren. So hatte der Stadtpräsident freie Bahn auf seinem Weg zur Münsterfähre und konnte sich von unserer Ordnung überzeugen.
Das Wetter war herrlich an diesem Dienstag und so beschloss ich gegen Mittag, mich unbemerkt auf ein Schlauchboot zu gesellen, welches von 2 jungen Menschen entlang der Rheinströmung flussabwärts navigiert wurde, Leider hielt diese sehr willkommene Abwechslung nicht allzu lange an, denn die Wasserschutzpolizei hatte etwas gegen unseren kleinen Ausflug und beendete selbigen für meinen Geschmack etwas zu rasch. Die beiden Polizisten sollten definitiv einmal zum chillen bei uns vorbeischauen und ein Em Basler sy Bier trinken, das beruhigt ungemein. An der gegenüber dem Chill am Rhy gelegenen Uferseite ausgestiegen machte ich mich auf der Kleinbasler Seite auf zu neuen Abenteuern und fand mich in der Rheingasse wieder: interessiert beobachtete ich die vielen roten Lichter an den Häusern und die den Temperaturen angepassten leichtbekleideten Damen. Immer wieder kam ein anderer Mann zu diesen Damen und schien mit einem Glanz in seinen Augen irgendetwas zu verhandeln. Diesen Glanz kenne ich sonst nur von Dani, wenn er von seinem Chill am Rhy erzählt. Dani ist ja mein Vater im Geiste, aber dies wisst ihr ja schon.
Nach einem kurzen Gespräch nahm die Dame den Herrn dann immer mit in Ihr Haus und da bemerkte ich dass sie sogar ein Bild von sich und ihren Freundinnen in einem Glasrahmen neben der Eingangstür hatte. So etwas hatte ich noch nie gesehen. Drei Minuten Später war der Mann auch schon wieder da und es war mir, als hätte er ein sehr zufriedenes Lächeln auf seinen Lippen…tz tz tz –die Menschen, manchmal machen die schon seltsame Dinge!
Als ich die Strasse weiter ging sah ich noch mehr von diesen Häusern mit roten Lichtern dran und beschloss nachher mal Dani zu fragen ob er auch diese Lichter komponiert hatte.
Als ich dann genug gesehen hatte setzte ich mich ihn ein Trämli und fuhr zurück zum Barfüsserplatz. Diesen Platz finde ich lustig, ich bin nämlich auch immer barfuss und somit ist dass ja ein stückweit auch mein Platz. Am Barfi angekommen kamen mir Menschenmengen entgegen wie ich es eigentlich nur vom Chill am Rhy kenne und so beschloss ich dem Gedränge aus dem Weg zu gehen und schwebte weit über ihren Köpfen zurück an die Pfalz am Basler Münster und setzte mich auf meinen Lieblingsplatz auf der Pfalzmauer.
Grossartig ist der Ausblick auf den Chill am Rhy von hier oben und man kann so schön unserer Estländer dabei beobachten, wie sie sich den harten Arbeitstag mit einem oder zwei –vielleicht auch dessen 3- Bechern Basler Bier versüssten. Ja, ja die Esten, die wissen halt was gut ist! Inzwischen hatte das Thermometer die 30 Grad Celsius Marke überschritten und pünktlich um 17 Uhr strömten die Chiller in Scharen auf unsere Entspannungslandschaft.
Es war richtig warm und es war richtig viel los. Unserer Barcrew bediente die Chiller mit Bravour und dies obwohl jene teilweise in 5er Reihen vor den Bars standen: habt ihr toll gemacht, die Benchmark wurde erhöht! Natürlich lief nicht alles perfekt und so hatte Colin alle Hände voll zu tun, die Reservierungen zu koordinieren und gemeinsam mit Dome die Gäste bei Laune zu halten -aber so ist das halt Colin; wenn man Nachmittags für ein paar Stunden in die Badi verschwindet
!. Doch als alle Probleme behoben waren und der Chill ein Feuerwerk an bester Laune versprühte, waren alle zufrieden und glücklich –ganz so wie es meinen Geist entspricht. Inzwischen erkannte ich auch schon verschiedene Chiller wieder, welche ihren Weg nun täglich zu uns finden…das grösste Kompliment für unsere Crew, wie ich meine!
Mein Plätzchen war an diesem Abend hauptsächlich an der Champagner Bar, welche eine gewisse Eleganz ausstrahlte und mit Adrian ganz hervorragend besetzt war –hast du toll gemacht mein Junge!
Unser Teamwork war an diesem Abend auch zu spüren, jeder ging jedem zur Hand und die alte Musketier Maxime „Einer für alle und alle für einen“ passte exakt zum Umgang miteinander.
Für mich war es dann auch wieder Zeit meinen Weidling aufzusuchen und so schloss ich meine Augen ein weiteres Mal zufrieden nach einem tollen Abend an meinem Chill.
Etwas unentspannter begann für mich der Mittwochmorgen und ich wurde von meinem Feind, dem Regenwetter aufgeweckt. Doch da ich schlechte Laune nicht kenne und auch ansonsten ein heiteres Kerlchen bin, tat dies meinem Gemüt keinen Abbruch und ich beschloss einfach mal etwas länger in meinem Weidling zu bleiben um für heute Abend vorzuschlafen.
Natürlich habe ich dann verschlafen und konnte so der Eröffnung des heutigen Chills nicht beiwohnen . Gegen Abend hatten sich die Regenwolken dann auch in Wohlgefallen aufgelöst und so konnte unsere Community ausgelassen chillen. Viele alte Freunde fanden sich ein und den ein oder anderen sehe ich jedes Jahr am Chill. Besonders beeindruckte mich der grösste Kronleuchter Basels, welcher von unserem Dome in unzähligen Stunden gemeinsam mit Ivo verwirklicht wurde –ein weiteres Puzzleteil der Lichterpracht wurde vollendet. Insgesamt war es ein sehr angenehmer Abend an diesem Mittwoch und ich sass am Ende wieder auf meiner Pfalz und vernahm das Gemurmel unserer Crew, welche nach Feierabend ihre Obligatorischen Drinks einnahmen und über erlebtes Plauderten. In mir selbst ruhend schwebte ich dann zu später Stunde zu meinem Weidling, liess mich in den Schlaf schaukeln und träumte von den kommenden Nächten an meinen Chill am Rhy!
Für euch da draussen habe ich heute eine ganz besondere Nachricht, denn wer mir sagen kann wie oft ich das Wort Weidling in den bisherigen Texten meines Blogs genannt habe, der bekommt bis Samstag ein Em Basler sy Gratis –einfach an der Theke melden!
Bleibt GEchillt meine Freunde, ich bin der erste der euch befreit und einer der letzten der um euch weint…!
Euer
Chillbert