Die Ruhe vor dem Sturm
Seid gegrüsst meine Freunde,
heute ist Sonntag, der Tag als der liebe Gott die Chiller erschuf und wir schreiben den 19.Juli 2000 und 9. Seit ich am Donnerstag das letzte Mal zu euch sprach ist wieder einiges los gewesen auf dem Chill am Rhy 2009.
Freitag war Land unter angesagt im schönen Basel, eingehüllt in Sommerregen, lag auch der Chill am Rhy im Epizentrum dieses natürlichen Feindes des Sommers und bot dennoch ein zuhause für alle Hardcore-Chiller –wir halten euch warm damit ihr nicht friert!
Auch ich hatte mein Regelmäntelchen angelegt und meine Gummistiefelchen führten mich über meinen Chill. Im Laufe des Abends fanden sich dann trotz dieser ungemütlichen Bedingungen auch einige Chiller ein um sich dem besonderen Ambiente hinzugeben: Regen prasselte auf unsere Zelte, der Rhein schmeichelte unseren Ohren in C-Dur und unsere Licht Sinfonie erzeugte ein fast surreales Farbenspiel im Einklang mit der Natur.
Der Chill verströmte an diesem Abend eine ganz besondere Stimmung…!
Doch auch an solchen Tagen gibt es für unsere Crew jede Menge zu tun und so wurde die Zeit genutzt um Ordnung auf dem Platz zu schaffen und unser Plexiglashaus „Glasgow“ und das für Phill gebaute Häuschen „Philladelphia“ bekamen Regalsysteme eingebaut. Dome war wieder einmal überall zu finden und verstaute alles überflüssige Material an seine Plätze, welche teilweise erst noch zu erschaffen waren.
Dani fand ich zu später Stunde in angeregten Gesprächen mit unseren Gästen und lächelte still in mich hinein, bemerkte ich doch wieder einmal wie seine Augen strahlen, wenn er von seinem Chill am Rhy spricht.
Einen Junggesellen Abschied beherbergten wir auch noch an diesem Abend und so flossen dann doch noch einige „Em Basler sy Bier“ in durstige Kehlen.
Unsere Chef de Bar Sven und Marius hatten an diesem Abend ein dem Wetter angepasstes Team zusammengestellt und optimierten ihre Getränkelisten und Excel Tabellen.
Gegen 23:30 Uhr verabschiedeten sich dann auch noch Dome und Colin in den Feierabend und suchten ihren verdienten Schlaf…nicht ohne jedoch an einer Hamburgerbraterei Rast zu machen und das dortige Personal mit unsinnigen Bestellungen zu verwirren, doch mehr darf ich an dieser Stelle nicht verraten, denn auch ich behalte das ein oder andere für mich und geniesse so manches im stillen: nur soviel sei verraten: lieber Dome, wenn man nach heftigst verwirrten Bestellungen seinen Eistee endlich bezahlt und den Drive In dann ohne dieses Getränk verlässt und sich dann eine halbe Stunde später wundert warum man immer noch Durst hat…tja…dann hat man dringend Schlaf nötig
!
Als meine letzten Freunde um 3 Uhr nachts endlich den Weg in die heimischen Federbetten fanden, war ich schon längst in meinen „Weidling“ gezogen, in Gedanken versunken wurde mir wieder einmal bewusst, was der Chill am Rhy den Menschen am essentiellsten gibt: Ruhe meine Freunde: Es ist Ruhe!
Stay chilled, stay real –ich bin der letzte der euch verlässt!
Euer
Chillbert