Der Chill lebt
Jeder kennt das: der Tag hat 24 Stunden, die Woche 7 Tage und das Jahr hat deren 365!
Ich bin jetzt 1827 Tage alt und von diesen Tagen habe ich 663 in meiner Heimat, dem Chill am Rhy verbracht. Vergangenen Mittwoch habe ich mit der Eröffnung des Chill am Rhy meinen 6. Geburtstag gefeiert, das hört sich vielleicht jung an, aber soviel darf ich verraten: ich hab schon so einiges erlebt!
Jetzt genug des nebulösen und mysterischen, mein Name ist Chillbert und ich bin der Spirit und der Flair des Chill am Rhy, ich höre alles, sehe alles und bin immer da –für euch und für eure Freunde, für alle Chiller und für alle Zeit.
Die letzten 14 Tage waren auch für einen Hardcore Chiller wie ich einer bin (und Freunde glaubt mir das Wort „chillen“ wurde für mich erfunden) kein Zuckerschlecken…voller Vorfreude habe ich mit angesehen wie mein Vater im Geiste Dani G. Graber und viele andere Chiller Unmengen von Material an meine Geburtsstätte unterhalb der Pfalz in Basel ans Rheinufer schleppten: 25 Tonnen wurden mittels Schiffcontainer durch einen Kran hinab getragen, 11 Kilometer Kabel wurden verlegt und Podeste, Häuschen und vielerlei anderes gezimmert. Meine Freunde und ich waren teilweise 15 Stunden täglich damit beschäftigt etwas zu kreieren, das mit Nacht für Nacht Lichterpracht nicht ausreichend beschrieben werden kann –man muss es gesehen haben!
Am 15. Juli war es endlich soweit, auch die widrigen Bedingungen eines Monsunregens konnten die Eröffnung des Chill am Rhy 2009 nicht aufhalten und so eröffneten wir pünktlich um 17 Uhr die Tore unserer Oase der Ruhe und Entspannung.
Natürlich war ich entsprechend aufgeregt und gespannt auf die Reaktion unserer Gäste, haben sich doch so viele Menschen viele Tage lang Gedanken gemacht, Pläne geschmiedet und Vorkehrungen getroffen.
Doch alles lief wie am Schnürchen unsere Barkeeper mixten und shakten Drinks für unsere Gäste als hätten sie nie etwas anderes getan und als das Dunkel der Nacht über uns hereinbrach, konnte auch die Sinfonie der Lichter beginnen uns in Ihren Bann zu ziehen. Natürlich war ich mittendrin, habe gelauscht und beobachtet, so manches Mal geschmunzelt und die ein oder andere Anekdote aufgeschnappt. Doch nicht nur ich blieb subtil im verborgenen dieser Nacht: auch unsere zahllosen Helfer arbeiteten noch die ganze Zeit an den letzten Details, welche den Chill am Rhy so einzigartig und unwiderstehlich machen. Zufrieden und müde glitt ich am Ende dieser ersten Nacht in meinen „Weidling“ und schlief mit einem Lächeln ein.
Am Donnerstag kitzelte mich die Sonne aus dem Schlaf und meine Laune stieg unmittelbar auf Rekord Niveau. Die Treppe hoch zum Chill am Rhy schwebend, sah ich schon unsere drei estonischen Freunde Kaarell, Matis und Martin zusammen mit Sylvan die Reste des vergangenen Abends entfernen und den Glanz der Gastfreundlichkeit neu zu entfachen.
Auch unser Leiter Infrastruktur Dome Grob war schon fleissig am Delegieren und Planen so dass ich mich gemütlich auf die Mauern der Pfalz setzte, um dem emsigen Treiben beizuwohnen. Den ganzen Tag über stieg das Thermometer unaufhaltsam und so war es kein Wunder, dass die Leute so zahlreich zum chillen kamen, wie wir es am zweiten Abend noch nicht erwartet hätten. In den besten Stunden war so viel los bei uns, dass selbst ich meine Mühe hatte umher zu schweben. Doch davon liess ich mich nicht aufhalten und beobachtet unsere Crew bei der Arbeit: Dani war praktisch überall zu finden und legte Hand an um kleinere Schwierigkeiten wie kurzfristigen Stromausfall und streikende Zapfanlagen wieder zu beheben. Dome und Florin justierten die Lichter und unser Medien Typ Colin war feste am socialisen und Kunden betreuen. Unsere Chef de Bar Sven und Marius hatten alle Hände voll zu tun die Barcrew auf Kurs zu trimmen und die Besten Drinks am Rhein zu mixen…es war ein voller Erfolg!
Natürlich schrieb auch dieser Abend seine besondere Geschichte und so sah ich, wie unser langjähriger Barkeeper Dario zu später Stunde ganz verlassen und alleine auf einem Stühlchen sass und den Tränen näher war als unsere Estländer einem Bier…also verdammt nahe!
Mein Freund Dome nahm sich seiner an und so kam zu Tage (obwohl es schon dunkel war), dass Dario seinen Ring -welcher ihm ganz besonders viel bedeutet- verloren hatte.
Gegen 2 Uhr nachts jedoch bekam diese Tragödie ihre verdiente Wendung und Dario stieg im zwischenzeitlich aufgekommenden Regen hinab in die Katakomben des Chill um nach seinem Ring zu fischen…mit Erfolg.

In angeregten Diskussionen vertieft, sass unsere Crew dann noch bis 7 Uhr morgens zusammen und genoss das ein oder andere Gläschen Bier, Wein und ähnliches. Ich war da natürlich schon längst auf meinem Weidling –noch zufriedener als am Abend zuvor träumte ich von meinem Chill und den Abenteuern die die nächsten 44 Nächte mit sich bringen.
So aufregend und ereignisreich wie die letzten Tage waren, wird es auch weiter gehen am Chill am Rhy 2009 -ich bin am Start für alle Chiller und für alle die es noch werden wollen!
GeChillte Grüsse sendet euer
Chillbert